Wanderfahrt in das Vogtland



22. - 29. Mai 2011



 

Vom 22. bis 29. Mai erlebte eine Gruppe des Jülicher Eifelvereins unter Leitung von Wolfgang Lang und Heinz Peter Claßen in Raun im sächsischen Vogtland eine herrliche Wanderwoche bei idealem Wanderwetter. In der idyllischen Rauner Mühle fühlten sich die 25 Wanderfreunde pudelwohl. Dazu trug auch die Mannschaft um Carmen Eiselt durch ihre sächsische Herzlichkeit bei. Wohltuend war, dass die Wanderer nach Abschluss der Wanderung noch im Hof der Rauner Mühle ihren Flüssigkeitsstand wieder auffüllen oder anderen Gaumenfreuden zusprechen konnten. Abends gab es stets ein viergängiges Menue, wahlweise mit einem Fleisch- oder einem vegetarischen Gericht. Allgemein wurden die Mahlzeiten als sehr lecker und schmackhaft gelobt.

Das Vogtland – auf drei deutsche Bundesländer und Böhmen aufgesplittert - war den meisten Teilnehmern gänzlich unbekannt. Abhilfe schaffte ein Heimatabend, bei dem ein Vogtländer seinen Zuhörern auf lustige und nachdenkliche Art diesen schönen Landstrich näher brachte.

Bereits daheim im Jülicher Land hatte Wanderführer Wolfgang Lang die Wanderstrecken mit seinem Navi vorbereitet und diese dann vor Ort optimiert, so dass ein regelrechter Fahrplan für die Wanderungen vorlag, mit Angabe der diversen Pausenorte und Abkürzungsmöglichkeiten für weniger ambitionierte Wanderfreunde.

Für die Hin- und Rückreise wurde ein Bus benutzt; zu fast allen Wanderungen passte die Vogtlandbahn als Anreisemöglichkeit gut ins Konzept. Immer wieder führten Teilstrecken des Vogtlandpanoramaweges zum Wanderziel und gewährten herrliche Ausblicke ins sächsische und böhmische Vogtland. Die sächsischen Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach beeindruckten mit ihrer stilvollen, gut restaurierten Bausubstanz und den weitläufigen Parkanlagen. Die Wanderung rund um Klingenthal war mit schweißtreibenden, weil steilen Anstiegen – unter anderem zur international bekannten Sprungschanze und in den tschechischen Grenzbereich – gespickt. Der anschließende Panoramaweg nach Klingenthal mit seiner Rundkirche entschädigte für die Anstrengungen.

Am „Ruhetag“ ging die Fahrt mit der Vogtlandbahn ins böhmische Marienbad, einem der ehemaligen Staatsbäder der Donaumonarchie. Entsprechend prunkvoll sind die Bauten und die Anlagen in dieser Stadt mit ihren fünf Mineralquellen, die natürlich allesamt verkostet werden konnten.

Die Abschlusswanderung von Raun nach Markneukirchen mit Besuch des dortigen Musikinstrumentenmuseums und des benachbarten Sägewerkmuseums setzte den Schlusspunkt unter eine gelungene Wanderwoche.

Heinz Peter Claßen

 

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